Touchdown Zone (TDZ)
Die Touchdown Zone (TDZ) ist ein entscheidender Bereich auf einer Landebahn, auf dem Flugzeuge landen sollen, in der Regel die ersten 3.000 Fuß ab Landebahnschw...
Überschießen bedeutet, dass ein Flugzeug außerhalb der vorgesehenen Aufsetzzone landet, wodurch die verfügbare Landebahn zum Stoppen kritisch reduziert und das Unfallrisiko erhöht wird.
Überschießen ist ein kritischer Sicherheitsbegriff in der Luftfahrt und beschreibt eine Landung, bei der die Räder des Flugzeugs erstmals hinter der festgelegten Aufsetzzone (TDZ) die Landebahn berühren. Die TDZ ist der einzige Bereich der Landebahn, der laut ICAO Annex 14 und FAA AC 91-79A für sichere, leistungsgeprüfte Landungen vorgesehen ist. Ein Aufsetzen hinter dieser Zone reduziert sofort die verfügbare Bremsstrecke und erhöht das Risiko von Bahnüberschreitungen und Überrollunfällen erheblich. Überschießen ist eine der Hauptursachen für Bahnüberschreitungsunfälle und gilt weltweit als vermeidbare betriebliche Gefahr.
Die Touchdown Zone (TDZ) ist definiert als die ersten 300 Meter (1.000 Fuß) oder das erste Drittel der Landebahn, je nachdem, was kürzer ist. Gekennzeichnet wird sie durch markante weiße „Anflugmarkierungsrechtecke“ und weiße Balkenpaare und dient sowohl Piloten als auch Leistungsberechnungen als Referenz.
Das Risiko des Überschießens ergibt sich aus einer Kombination technischer, betrieblicher, menschlicher und umweltbedingter Faktoren:
Oft treten bei Überschießvorfällen mehrere dieser Faktoren gleichzeitig auf – was die Bedeutung von Disziplin im Flugbetrieb unterstreicht.
Das Landen außerhalb der TDZ reduziert kritisch die verfügbare Bremsstrecke, macht alle veröffentlichten Leistungsdaten ungültig und erhöht das Risiko exponentiell:
Strikte Einhaltung stabilisierter Anflugverfahren und TDZ-Landekriterien ist für die Sicherheit unerlässlich.
| Begriff | Definition / Relevanz |
|---|---|
| Touchdown Zone (TDZ) | Erste 300 m (1.000 ft) oder erstes Drittel der Bahn; alle Landedaten setzen das Aufsetzen hier voraus. |
| Anflugmarkierung | Markierte Rechtecke ca. 300 m hinter der Schwelle; optische Referenz für Gleitweg und Anflug. |
| Landestrecke | Strecke vom Aufsetzen bis zum Stillstand; wird durch TDZ-Landung und sofortige Verzögerung minimiert. |
| Flare | Aerodynamisches Manöver vor dem Aufsetzen; entscheidend, um Float und Aufsetzpunkt zu kontrollieren. |
| Landedistanz | Veröffentlichtes Bremsmaß vom Aufsetzen bis zum Stillstand, ausgehend von TDZ-Aufsetzen. |
| AFM/POH | Offizielle Flugzeughandbücher mit zertifizierten Landedaten auf Basis von TDZ-Landung. |
| SOP (Standard Operating Procedures) | Betreiberspezifische Vorgaben, die TDZ-Landungen und Go-Arounds bei Nichterfüllung vorschreiben. |
| Bahnüberschreitung/-überrollen | Verlassen des Bahnendes oder -randes; Überschießen ist ein Schlüsselfaktor. |
Auswirkung beitragender Faktoren auf die Landestrecke:
| Faktor | Zunahme der Landestrecke |
|---|---|
| 10 % überhöhte Geschwindigkeit | +20 % |
| 10 kt Rückenwind | +21 % |
| Nasse Bahn | +40–230 % |
| 2 Sekunden Bremsverzögerung | +400 ft |
Mehrere kleine Fehler können die Sicherheitsmargen bei der Landung schnell aufzehren.
Schlüsselpunk: Das Aufsetzen hinter der TDZ macht alle Leistungsdaten zur Landung ungültig und kann zu unzureichender Bremsstrecke führen.
Warnhinweis: Ist ein Aufsetzen in der TDZ nicht sichergestellt, sofort durchstarten – niemals einen langen oder unstabilen Anflug „retten“ wollen.
Quellen:
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Ein Überschießen tritt auf, wenn ein Flugzeug außerhalb der vorgesehenen Aufsetzzone (TDZ) auf der Landebahn aufsetzt – dem einzigen Abschnitt, der für eine sichere und leistungsgeprüfte Landung vorgesehen ist. Das Landen hinter dieser Zone verringert die verbleibende Landebahn zum Stoppen und erhöht das Risiko einer Bahnüberschreitung oder eines Überrollens erheblich.
Überschießen ist das Landen hinter der vorgesehenen Aufsetzzone, während Unterschießen das Landen vor der Landebahnschwelle bezeichnet. Ein Go-Around ist, wenn der Pilot den Landeanflug vor dem Aufsetzen abbricht, meist aufgrund eines unstabilen Anflugs oder unsicherer Bedingungen.
Das Landen innerhalb der TDZ stellt sicher, dass dem Flugzeug genügend Landebahn zur sicheren Verzögerung und zum Anhalten zur Verfügung steht. Alle veröffentlichten Landedaten und regulatorischen Standards basieren auf dem Aufsetzen innerhalb der TDZ. Ein Überschießen macht diese Berechnungen ungültig und erhöht das Unfallrisiko.
Zu den häufigsten Ursachen gehören überhöhte Anfluggeschwindigkeit, unstabilisierter Anflug, falsche Flare-Technik, Landungen mit Rückenwind, nasse oder verschmutzte Landebahnen, hohes Flugzeuggewicht, verspäteter Einsatz von Bremsen oder Spoilern sowie menschliche Faktoren wie Müdigkeit oder Entscheidungsfehler.
Die Verhinderung von Überschießen basiert auf stabilisierten Anflugverfahren, strikter Kontrolle von Geschwindigkeit und Konfiguration, rechtzeitigem Einsatz von Verzögerungseinrichtungen, der Bereitschaft zum Durchstarten, falls eine Landung in der TDZ nicht gewährleistet ist, sowie konsequenter Einhaltung von SOPs und regulatorischen Vorgaben.
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