Rollbahnende
Das Rollbahnende, oder das äußerste Ende der Rollbahn, ist ein kritischer Bezugspunkt, der das Ende der nutzbaren Rollbahnoberfläche für Flugzeugoperationen mar...
Eine Stoppstrecke ist eine befestigte, tragfähige Fläche jenseits des Bahnendes, die bei einem abgebrochenen Start genutzt werden kann und die Sicherheitsreserven der Rollbahn erhöht.
Das moderne Flughafendesign umfasst eine Vielzahl von Merkmalen, um Sicherheit, Effizienz und die Einhaltung von Vorschriften zu maximieren. Zu diesen gehört die Stoppstrecke als ein kritisches, jedoch oft missverstandenes Element. Dieser Leitfaden bietet einen tiefgehenden Einblick in Stoppstrecken, ihren Zusammenhang mit anderen Rollbahninfrastrukturen (wie Freistrecke, Blast Pad, EMAS und RESA) und ihre Rolle bei der Gewährleistung eines sicheren und effektiven Flugbetriebs. Außerdem werden relevante Standards, Markierungen, Leistungsberechnungen sowie bewährte Verfahren für Bau und Wartung beleuchtet.
Eine Stoppstrecke ist ein speziell gebauter, tragfähiger Bereich unmittelbar hinter dem Ende einer Rollbahn. Ihr Zweck ist es, zusätzliche Strecke für ein Flugzeug bereitzustellen, um im Falle eines abgebrochenen Starts nach dem Point of no Return (Entscheidungsgeschwindigkeit oder V1) sicher anhalten zu können. Im Gegensatz zur Hauptrollbahn ist die Stoppstrecke nicht für den normalen Start-, Lande- oder Rollbetrieb vorgesehen. Sie fungiert stattdessen als passives Sicherheitsmerkmal und erhöht die insgesamt verfügbare Beschleunigungs-Stopp-Strecke (ASDA).
Zu wissen, wo die Stoppstrecke in den deklarierten Distanzen einzuordnen ist, ist für Flugbesatzungen und Flughafenbetreiber essenziell:
| Distanz | Enthält Stoppstrecke? | Definition |
|---|---|---|
| TORA (Takeoff Run Available) | Nein | Befestigte Rollbahn für den normalen Startlauf. |
| TODA (Takeoff Distance Available) | Nein | TORA plus Freistrecke, nicht die Stoppstrecke. |
| ASDA (Accelerate-Stop Distance Available) | Ja | TORA plus Stoppstrecke; gesamte Distanz für sicheres Beschleunigen und Abbremsen. |
| LDA (Landing Distance Available) | Nein | Nutzbare Rollbahn nur für den Landelauf. |
Das Verständnis der Unterschiede ist für Piloten und Flughafenplaner gleichermaßen wichtig:
Die ASDA ist die Summe aus TORA und der Stoppstrecke. Sie gibt die maximale Strecke an, auf der ein Flugzeug bis zur Entscheidungsgeschwindigkeit (V1) beschleunigen und bei einem Startabbruch mithilfe von Rollbahn und Stoppstrecke vollständig zum Stillstand kommen kann.
Beispiel:
Wenn eine Rollbahn 2.500 Meter lang ist und eine 300 Meter lange Stoppstrecke aufweist, dann gilt:
Die Stoppstrecke erhöht nicht die für normalen Start, Landung oder Freistreckenberechnung verfügbaren Distanzen.
Ein planiertes Areal um die Rollbahn, das das Schadensrisiko bei Unterfliegen, Überrollen oder Verlassen der Bahn verringert.
Ein definierter Bereich hinter dem Rollbahnende, in der Regel mindestens 90 Meter lang gemäß ICAO, der Flugzeugschäden bei Überrollen oder Unterfliegen minimieren soll.
Eine Alternative zu langen RESAs oder Stoppstrecken, bestehend aus zerdrückbarem Beton oder zellulärem Material, um überrollende Flugzeuge in beengten Umgebungen sicher zu stoppen.
Eine verschobene Schwelle ist ein auf der Rollbahn eingerichteter Punkt, der vom physischen Bahnende zurückversetzt ist und der Hindernisfreiheit oder dem Oberflächenschutz dient. Der Bereich vor einer verschobenen Schwelle darf für Start oder Ausrollen, aber nicht für das Aufsetzen bei der Landung genutzt werden.
Stoppstrecken sind ein wesentlicher Bestandteil der Rollbahnsicherheit und der Leistungsverplanung. Sie bieten eine tragfähige Fläche für Notbremsungen und erhöhen so die betriebliche Flexibilität und das Sicherheitsniveau bei kritischen Startszenarien. Die richtige Auslegung, Markierung und Wartung von Stoppstrecken sowie die klare Unterscheidung zu Freistrecke, Blast Pad und EMAS sind unerlässlich für einen sicheren Flughafenbetrieb und die Einhaltung von Vorschriften.
Für Flughäfen, die ihre Sicherheitsreserven und betriebliche Flexibilität erhöhen möchten, bleibt die Investition in gut ausgelegte Stoppstrecken und verwandte Infrastruktur eine bewährte Praxis in der internationalen Luftfahrt.
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Eine Stoppstrecke ist ein definierter, rechteckiger Bereich am Ende einer Rollbahn, der so gebaut ist, dass er das Gewicht eines Flugzeugs im Falle eines abgebrochenen Starts tragen kann. Sie ist nicht für den regulären Flugzeugbetrieb gedacht, bietet aber zusätzliche Sicherheitsreserven für Notsituationen beim Abbremsen.
Eine Stoppstrecke ist speziell dafür gebaut, ein Flugzeug bei einem abgebrochenen Start aufzunehmen und wird nur in der Beschleunigungs-Stopp-Strecke (ASDA) berücksichtigt. Eine Freistrecke ist ein hindernisfreier Bereich für den Anfangssteigflug, nicht für Bodenrollen oder Bremsen. Ein Blast Pad ist so gebaut, dass es der Erosion durch Triebwerksstrahlen widersteht, kann aber das Gewicht eines überrollenden Flugzeugs nicht aufnehmen.
Stoppstrecken sind in der Regel mit gelben Zickzacklinien oder Diagonalstreifen gekennzeichnet, die deutlich anzeigen, dass der Bereich nicht für normale Start-, Lande- oder Rollvorgänge geeignet ist. Diese Markierungen sind durch ICAO- und FAA-Standards geregelt.
Stoppstrecken werden nur in der Beschleunigungs-Stopp-Strecke (ASDA) für Startleistungsberechnungen berücksichtigt. Sie sind nicht Teil der Takeoff Run Available (TORA), Takeoff Distance Available (TODA) oder Landing Distance Available (LDA).
Eine Stoppstrecke muss so breit wie die Rollbahn sein und das schwerste Flugzeug tragen können, das die Bahn nutzt, muss aber nicht die gleiche Oberflächengüte oder Reibung wie die Bahn selbst aufweisen. Sie muss zudem ausreichend entwässert sein und frei von Hindernissen bleiben.
Erfahren Sie, wie die Implementierung und Wartung von Stoppstrecken und anderen Sicherheitsmerkmalen auf der Rollbahn Risiken reduzieren, die betriebliche Flexibilität erhöhen und die Einhaltung internationaler Luftfahrtnormen verbessern können.
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